another hype …

Zoë Beck

Eine englische Freundin erzählte mir vor einem halben Jahr begeistert von einer italienischen Autorin, die unter Pseudonym publizierte und großen Erfolg in Großbritannien hatte. Einen Überraschungserfolg. Sie wurde rauf und runter gefeiert, aber an zwei Dingen störte sich meine Freundin: Erstens fand sie, dass die Covergestaltung dem Buch nicht wirklich gerecht wurde, aber damit müssten schreibende Frauen nun mal häufig genug leben. Zweitens war sie schrecklich davon genervt, dass im Zuge der Spekulationen darüber, wer hinter dem geschlossenen Pseudonym wohl stecken könne, Stimmen laut wurden, die die Meinung vertraten, der Roman müsse von einem Mann geschrieben worden sein, er sei – auch sprachlich – einfach zu gut. Mal abgesehen davon, dass es sich um die Sprache der Übersetzerin handelte, die angeblich zu gut für einen von einer Frau geschriebenen Roman war – die Diskussionen, dass nur Männer literarisch anspruchsvoll schreiben und Frauen es mehr so mit adjektivlastigen Genreschnulzen haben…

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