…geblättert & gedacht.

“Books are dead and useless … unless they are read and discussed.”

LINK zu meinem Blog “Lesen lernen …”

Immer wieder die (gute) Frage, warum schreiben Sie in deutscher und englischer Sprache?

Im aktiven Schuldienst hatte ich sogar den schlechten Ruf, ein “Schulmeister des Denglisch” zu sein, was mich natuerlich zum Nachdenken anregte (was ich gut finde).

Statt einer Rechtfertigung hier eine ehe simple Anwort: Weil ich die englische Sprache, Kultur und Nation “liebe” wie andere frankophon sind.

Jetzt hast du auch Lust, Deutsch und Englisch zu studieren oder zumindest darueber nachzudenken?

Good, keep going and do not give up too soon, as it is a long long way …

Hier der LINK Master of English (Schulmeister nach Goethe).

Abschliessend zu diesem “weiten Feld” – ich habe mich auch mit Psychologie befasst, denn sich selbst ein wenig kennenzulernen, zumindest immer wieder mal: What a task!

Penguin Classics

Im Zug und im Flugzeug lese ich neuerdings auch auf meinem Iphone, wo ich Ebooks im Kindle Reader gespeichert habe. Trotzdem kaufe ich am Flughafen immer wieder nach Bauchgefuehl / Autor / Titel und Gewicht einige Buecher, die ich nach dem Lesen dann verschenke oder auch in einem Antiquariat tausche.

Hier ein LINK zum Penguin Vintage Podcast.

Hier ein LINK zum Penguin Verlag Australien – check out new releases like TIM WINTON.

Und immer wieder spannend und fuer mich inspirierend: On writing – Penguin.

Jedes Jahr 12 Romane und 12 Sachbuecher lesen?

Kein Problem, hier die letzten Leseerfahrungen, die ich gern teile…

LINK zu den Memoiren On the move von Oliver Sacks – Only a few months to live – LINK

Mit Gewinn gelesen: Ruediger Safranski: ZEIT – im Hanser Verlag 2015 erschienen.

Wen beschaeftigt dieses Thema nicht?

Hier ein kleiner Einblick in die 10 Kapitel – vgl. das Vorwort:

  1. Langeweile: Die Zeit will nicht vergehen, sie stockt sozusagen …
  2. Also die Zeit hinter sich lassen und neu anfangen: Neubeginn, alles sieht anders aus und die Zeit fliegt nur so dahin … haette ich doch mehr Zeit!
  3. Wir schauen besorgt in die Zukunft, denn wir wissen um die Begrenzung der Zeit, die uns zur Verfuegung steht – Vorsorge und Fuersorge.
  4. Die Zeit wird vergesellschaftet – die Herrschaft der Uhren. Globale Gleichzeitigkeit wird moeglich – ist das eine Mutation der Zeit?
  5. Zeit ist Geld – die Wirtschaft und die Zeit. Wer bestimmt das Tempo und was geschieht mit uns, mit unserer Arbeit? Was ist Arbeitszeit, Anwesenheit im Buero oder in der Firma oder vielmehr die Leistung, die ich insgesamt einbringe?
  6. Unsere eigene Zeit und die Weltzeit – wie verhalten sie sich zueinander?
  7. Weltraumzeit – seit Einstein ist Zeit relativ. Was heisst das und welche Auswirkungen hat das?
  8. Dazu im Gegensatz die Eigenzeit und der eigene Rhythmus: Die Begegnung mit der am eigenen Leibe erfahrenen Zeit.
  9. Im Spiel mit der Zeit: Literatur, Kunst und die Welt der Bilder. Wir koennen uns in die Vergangenheit bewegen, auch in die Zukunft schauen, zurueck in die Gegenwart, Perspektiven wechseln. Dennoch, unser Leben selbst hat keine Replay – Taste.
  10. Erfuellte Zeit und das Bewusstsein, dass unsere eigene Zeit nicht endlos ist – was bleibt uns noch? Umgang mit der eigenen Begrenzung, Blick in die Ewigkeit. Wir wissen, dass wir sterben muessen, koennen uns aber nicht vorstellen, dass wir nicht mehr sind, koennen uns nicht wegdenken.

Eine Stunde mit Safranski und Hartmut Rosa ueber Youtube hier

 

Next …

Ein Autor, auf den ich immer wieder gern zurueckkomme, weil er sich auch zum Vorlesen eignet, ist Roald Dahl. Den neuen Spielberg BFG habe ich mir gerade angesehen, mit Kindern zusammen sicher ein lohnender Film. Dabei ist die Geschichte eher einfach: Ohne die QUEEN in der Schlussphase passiert nicht so viel.

Anyway – die Kinder werden diesen Film lieben und nicht so schnell vergessen und es lohnt sich sogar, ueber den tieferen Sinn nachzudenken: Do not give in and fight the demons, ausserdem natuerlich eine Geschichte ueber Freundschaft, Freundlichkeit und Zuneigung… Just watch it.

BFG von Steven Spielberg.

LINK NY Times / Steven Pinker

http://graphics8.nytimes.com/video/players/offsite/index.html?videoId=100000001194711

LINK NY Times > Steven Pinker

Mit Freude gelesen: “Bilder deiner grossen Liebe” von Wolfgang  Herrndorf  – sein unvollendeter Roman.
Hier geht es zum (2013) posthum herausgegebenen Tagebuch “Arbeit und Struktur“.

Link zum Archiv

Last update: phb – 2016 – Jul13

Weitere Portale, die ich nicht missen moechte: ein kleiner Einblick, den ich laufend ergaenze:

Wenn ich Zeit habe, blättere ich gern in Büchern, die ich mal gekauft habe und die ich verschenken oder entsorgen möchte. Von einigen kann ich mich nur schwer trennen, weil so viele Erinnerungen aus der Vergangenheit damit verbunden sind.
Neulich blätterte ich den damaligen und längst vergessenen Bestseller „SECRETS“ von Rhonda Byrne durch und stieß auf ihre „Summaries“, mit denen sie eine Art Fazit ihrer Kapitel anbietet (vgl. u.a. Seite 93). Ihr Buch besteht ja fast nur aus Zitaten, die sie als sogenannte Geheimnisse aus alten Zeiten erfolgreich vermarktet hat, was sie wohl von Paulo COELHO gelernt hat, der ähnlich vorgeht.
Ich verbinde derartige „Weisheiten“ gern mit eigenen Gedanken / Reflexionen bzw. noch besser Erfahrungen und schreibe das für mich auf. Hier ein Beispiel. Die Thesen enthalten also einerseits direkte freie Übersetzungen von mir, andererseits zusätzliche Bemerkungen und Ergänzungen, so dass neue Texte entstehen. Damit hier nicht der Verdacht eines Plagiats aufkommt, nenne ich grundsätzlich meine Quellen.

Was wären wir schon ohne die Texte anderer?

Erwartungen, Dankbarkeit und Visualisierungen
1. Welche Erwartungen hast du? Erwarte mehr, was du dir wünscht und weniger, was du dir nicht wünschst!

2. Dankbarkeit ist ein wichtiger Faktor im Alltag, im Leben, um deine Energie in die richtige Richtung zu lenken. Wenn du dankbar bist über das bisher Erreichte, wirst du noch viel mehr erreichen können.

3. Wenn du dich bereits jetzt bedanken kannst für das, was du zukünftig erreichen möchtest und erreichen wirst, dann ist das wie ein Turbolader deiner Wünsche. Du wirst das auch in deiner Persönlichkeit ausstrahlen, was die Erfüllung deiner Wünsche noch beschleunigt.

4. Visualisierung (vgl. Kunst / Künste) ist ein Prozess, Bilder im Geist zu erzeugen und diese aufzuzeichnen, so dass du dich am Ergebnis freuen kannst. Arbeite wie ein Maler mit Entwürfen und optimiere diese. Wenn du Visualisierungen übst und meisterst (auch unter Nutzung digitaler Tools), generierst du Gedankenpaläste und Schmuckstücke verbunden mit positiven Gefühlen, die stärker sein können als Hab und Gut. Deine Freude daran kann sogar größer sein als die tatsächliche Umsetzung dieses Plans. Ein Beispiel: Ein guter Architekt muss das Produkt seiner Pläne nur einmal in der Realität sehen, er richtet seine Energie sofort auf den nächsten Projektplan.

5. Nutze das allgemeine Gesetz der Anziehung zu deinem Vorteil: Mache das fast immer so, nicht ab und zu. Pflege das, bis es zu einer Einstellung wird. Beobachte Künstler und Meister in ihrem Tun. Was macht ihr Produkt so einzigartig? (Dieser Gedanke stammt u.a. von H.Hesse).

6. Bevor du dich zur Ruhe legst, gehe alle wichtigen Ereignisse und Begegnungen des Tages durch: Wenn sich was ereignete, was dir nicht gefiel: Spiele das noch einmal im Geiste durch, bis es dir gefällt. Betrachte dabei dein Verhalten: Was hättest du anders / besser machen können?
Freie Übersetzung: Peter H. Bloecker, 03.06. 2013
Anregungen durch die Autorin: Rhonda Byrne „Secret Summaries“, p. 93

Paolo Coelho: 15 Prinzipien (gefunden auf seinem BLOG in englischer Sprache) | LINK

Freie und interpretierende Übersetzung von mir:

1. „Alle Menschen sind verschieden und sollten auch versuchen, möglichst verschieden zu bleiben.

2. Jedes Individuum geht im Leben zwei Pfade: Den der Tat und den der Betrachtung. Beide führen zum gleichen Ziel.

3. Jedem Menschen sind Qualitäten in die Wiege gelegt: Macht und Gabe.
Macht treibt eine Person an, ihr Schicksal (destiny) zu verwirklichen. Die Gabe verpflichtet diese Person, das Gute in ihr mit anderen zu teilen.
Jeder Mensch sollte im Leben die Chance haben, lernen zu können, wann der Einsatz von Macht angemessen ist, und wann Mitleid (compassion) angesagt ist.

4. Jeder Mensch kann zwischen gut und böse unterscheiden und wählen. Wer diese Gabe nicht benutzt, verkehrt sie in ihr Gegenteil, nämlich den Fluch, dass andere für ihn / sie entscheiden.

5. Jeder Mensch ist mit zwei Segnungen ausgestattet: sich richtig zu entscheiden und sich zu irren. Geschieht ein Irrtum, kann man immer wieder durch Lernen bzw. Lernprozesse zum richtigen Pfad zurückfinden.

6. Jeder Mensch hat ein eigenes sexuelles Profil und sollte es leben ohne Schuld – vorausgesetzt wird dabei, er / sie drängt oder zwingt andere Menschen nicht zu sexuellen Handlungen.

7. Jeder Mensch folgt einem unbewussten persönlichen Script (legend): Deshalb lebt der Mensch. Der Mensch hat Zugang, seine persönliche Legende zu entdecken, indem er seine Begeisterungen lebt und diese erkennt. (enthusiasm).
Es gibt allerdings Phasen im Leben, wo man die Begeisterung verliert.
Pflicht und Ziel des Menschen ist es dann, möglichst schnell zum besseren Pfad zurückzukehren, nämlich dem, wo Begeisterung möglich ist.

8. Jeder Mann hat eine weibliche Seite wie jede Frau eine männliche Seite hat. Disziplin sollte von Intuition begleitet sein wie Intuition von objektivierender Reflexion.

9. Jeder Mensch muss zwei Sprachen verstehen, die der Gesellschaft und die des Omens (Zeichen). Die erste Sprache dient der Kommunikation mit anderen Menschen. Die zweite ist allein der Kommunikation mit Gott vorbehalten.

10. Jeder Mensch hat das Recht, nach Freude (auch Glück) zu streben und diese herzustellen im Sinne von Suche nach Zufriedenheit. Damit ist nicht notwendigerweise das gemeint, was andere zufrieden macht.

11. Jeder Mensch trägt in sich eine heilige Flamme des Wahnsinns. Trotzdem bleibt es oberstes Gebot, sich möglichst normal zu handeln.

12. Wirklich schwere und unverzeihliche Fehler im Leben sind

• die Rechte des Nachbarn zu missachten
• sich durch Angst lähmen zu lassen
• sich ständig schuldig zu fühlen
• zu glauben, dass man weder Gutes noch Schlechtes verdient hat, wenn man im Leben darauf trifft
• feige zu sein.

Wir sollen auch unsere Gegner lieben, uns aber nicht mit ihnen verbünden. Wir treffen auf sie, um unser „Schwert“ zu prüfen. Wir müssen sie im Kampf respektieren.
Wir selbst suchen uns unseren Gegner aus, nicht sie uns.

13. Wir erklären hiermit das Ende der Mauer, die bisher das Heilige vom Profanen getrennt hat.

14. Was in der Gegenwart geschieht, wirkt sich auf die Zukunft aus, indem es Konsequenzen hat, und auf die Vergangenheit, indem es Erlösung sucht.

15. The impossible is possible.“

Weitere Hinweise :

Vgl. dazu die unterschiedlichen kulturellen Traditionen der Urvölker wie „Dreamtime“ (Australien), Indianer, afrikanische Völker wie Bushmen im Vergleich zu heutigen Nationen und ihrem historischen Background inkl. Kolonialismus und Imperialismus. Dabei sind europazentrierte Kulturen (Abendland, Christentum) von den asiatischen Nationen und Kulturen zu unterscheiden, u.a. Buddhismus.
Hesse reiste nach Indien, um die Unterschiede Europa / Indien nachvollziehen zu können und wurde u.a. berühmt durch sein Buch Siddharta, Pflichtlektüre für jeden Bildungsbürger ab 15 Jahre. Danach dann möglichst mit „Narziss und Goldmund“ (H. Hesse) fortsetzen.

Als Einstieg auch Erich Fromm: Märchen, Mythen, Träume – Eine Einführung in das Verständnis einer vergessenen Sprache.

Ad4: Als Einführung empfehle ich Rüdiger Safranski: Das Böse oder Das Drama der Freiheit, Carl Hanser Verlag, München | Wien 1997.
Wenn Ihnen Rüdiger Safranski gefällt: Ich finde alle Bücher von ihm gut: Romantik, Schiller, Schopenhauer, Heidegger und E.T.A. Hoffmann.
Hardcover bei Carl Hanser, TB bei FISCHER erschienen.

Ad5: Spezialisten sprechen dann von Ängsten, Depressionen und anderen seelischen Erkrankungen wie Burn-out und Stress, die sich in der ersten Welt endemisch ausbreiten. Vgl. auch die unterschiedlichen Vorschläge, wie der Mensch glücklich werden kann, u.a. Märchen Hans im Glück (Grimm) oder Erich Fromm: Haben und Sein. Nicht zufällig sind alle Bücher von Francois Lelord Bestseller, besonders in Deutschland.

Für Eltern und die es werden wollen empfehle ich besonders:
Hector & Hector und die Geheimnisse des Lebens, Piper Verlag, 2. Auflage 2009. Der kleine Hektor schreibt bereits Tagebuch und lernt seine Lektionen fürs Leben. Er hat das große Glück, Eltern und Erwachsene zu finden, die seine Fragen nicht nur hören, sondern auch darüber nachdenken und sie dann beantworten. Lelord fasst etliche Jahre Psychoanlayse – meist im Kontext Paris – zusammen und gelangt so zu den richtigen Fragen und den „passenden Antworten“ für seine Leser/-innen. Mit Interesse habe ich die biographischen Notizen S. 221 – 223 gelesen – „Mein Vater war ebenfalls Psychiater…und so wuchs ich mit einigen seiner Patienten auf“ – „1996 schließt Lelord seine Praxis , um sich und seinen Lesern die wirklichen großen Fragen des Lebens zu beantworten. Er ist viel auf Reisen, besonders gern in Asien.“

Ad 6: Das ist besonders in Abhängigkeitsverhältnissen oberstes Gebot, weil es sehr subtile Formen der Manipulation gibt. Missbrauch ist also in jedem Fall ein Verstoß, vergleichbar mit dem Gebot: „Du sollst nicht töten.“ Diese These schließt direkt an die längst überfällige Diskussion und Gleichstellung gleichgeschlechtlich orientierter Menschen an. Außerhalb Europas gibt es immer noch massive Diskriminierung bis zu Gefängnis, Mord und Totschlag. Auch auf deutschen Schulhöfen ist der Begriff Homo (lat. „Mensch“) besonders bei Jugendlichen immer noch mit negativen Konnotationen besetzt.

Ad7: Statt Script neuerdings auch oft „Reise“, also Lebensweg / dem Zeitgeist entsprechend auch häufig „journey“.

Ad9: Jeder Mensch sollte „decodieren“ können. Von Geheimsprachen oder esoterischen „Secrets“ halte ich nichts. Hier plädiere ich für Erziehung und eine möglichst gute Aus-Bildung, u.a. lesen lernen.

Ad 10: Wie in der amerikanischen Verfassung formuliert: „The pursuit of happiness“. Dazu die umfangreiche Literatur über American Dream and American Nightmare. Zu meinen Favourites gehört: T C Boyle – Tortilla Curtain.

Ad 11: Dazu der Klassiker: Michel Foucault: Wahnsinn und Gesellschft, suhrkamp taschenbuch wissenschaft 39.

Ad 12: Das Wort „Schwert“ könnte befremden, ist natürlich symbolisch und nicht wörtlich zu lesen. Paula Coelho spielt auf die Tradition des HELDEN an, der ehrenwert, das heißt nach Regeln kämpft. Mit „Warriors of Light“ hat er das Handbuch / Vademecum des ehrenwerten Kriegers formuliert. Er spielt auch auf die weltweit verbreiteten Kampfsportarten an, besonders Asien.

Ad 13: Vgl. die unterschiedlichen Bedeutungen und Deutungen – heilig – profan – sakral u.a.m.
Im Vatikan war neu und neulich zu klären, wie ein ehemaliger Papst anzureden ist – eine schwierige Frage: „Heiliger Vater“ oder „Ehemaliger heiliger Vater“.

Das gab es bisher nicht!

Zuerst im Netz erschienen am 05. Maerz 2013 |  LINK

Vgl. auch Peter Bloecker & Tim Parks: “Italien, wo Illusion die einzige Wirklichkeit ist.” | LINK


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https://youtu.be/cG3_5qZSHQw