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Man mag zu den Thesen von Richard David Precht stehen wie man will, der mit „apostolischer Glut“ „die Schulen“ in Deutschland „revolutionieren“ will, indem er alle alten Strukturen „aus dem 19. Jahrhundert“ (Humboldt) vorschlägt abzuschaffen: Keine Fächer mehr, keine Unterrichtsstunden, keine Fachlehrer und natürlich keine Noten. Das Thema Bewertung bzw. Erbringung von Leistungen kommt im Interview mit Thomas Kerstan und Martin Spiewak in der ZEIT (Nr. 16 / 2013) nicht vor. Stattdessen Projekte, Lehrerteams, Hirnforschung, Nachhaltigkeit und andere aus Schulprogrammen übernommene Schlagworte.

Nun ist zugegebenermaßen eine fundamentale Kritik von Schule und versagenden Lehrern und Lehrerinnen populär und wird wohl auch ohne Frage ein gewisses Maß an Verkaufserfolgen sichern, so dass Herr Precht auf das ihm zustehende Kindergeld verzichten kann, wie er sagt. Nur bleibt zu fragen: Von welchen Schulen und welchen Schülerinnen und Schülern spricht er denn überhaupt? Vom Kindergarten? Von der Grundschule? Von deutschen Gymnasien, die eine Abiturientenquote von…

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