Jean Paul (21 March 1763 – 14 November 1825), born Johann Paul Friedrich Richter, was a German Romantic writer, best known for his humorous novels and stories.

Today (21 MARCH 2013)  is his 250th birthday – his personality was deep and very “modern”:
“With his willfulness and eccentricity, he was a man of a pure and sensitive
spirit, with a passionate scorn for pretence and an ardent enthusiasm
for truth and goodness.”  >   | This is a qote from WIKIPEDIA

I have always liked his idea that you need at least 4 lives:

  • the first to live your own life,
  • the second to learn to share,
  • the third for reading
  • and the fourth for writing…

Jean PAUL gehört neben Karl Philipp MORITZ (1756-1793) zu den weniger bekannten Autoren, obwohl ich beide zu den Giganten zählen möchte, auf deren Schultern wir heute stehen. Während MORITZ zu den ersten psychologischen Schriftstellern der deutschen Literatur zählt (vgl. besonders den Roman Anton Reiser), gilt Jean PAUL als Autor, der seiner Zeit weit voraus war und immer wieder unbeachtet blieb oder “vergessen” wurde. Ludwig BÖRNE hielt für ihn die Totenrede (1825) und formulierte dabei den unvergessenen Satz:”…Er aber steht geduldig an der Pforte des zwanzigsten Jahrhunderts und wartet lächelnd, bis sein schleichend Volk ihm nachkomme…“.

Mich hat der 250. Geburtstag von Jean PAUL, der sich erst 1793 nach dem Vorbild von Rousseau so nannte, indem er den Nachnamen wegließ, motiviert, ein paar Einzelheiten über diesen Dichter nachzulesen und aus heutiger Sicht zu verorten: Geboren in Wunsiedel im Fichtelgebirge hatte der Sohn eines armen Kantors, Organisten, Lehrers und späten Pfarrers in der Einsamkeit des häuslichen Bereichs Zugang zur Bildung, indem er alles las, was ihm in die Finger kam: So lernte er quasi die Welt aus Büchern kennen und sammelte ein enormes Wissen an, indem er alles Gelesene exzerpierte und später durch Notizen über seine Beobachtungen und Reflexionen ergänzte. Also eine Art Picasso in schriftlicher Form. Als Student beschloss er, Bücher zu schreiben, um Bücher kaufen zu können! Auf diese Weise lernte er u.a. L. STERNE und dessen Roman The life and opinions of Tristram Shandy gentleman kennen. PAUL wagte durch seine umfangreiche Lektüre selbst eine Erzählweise, die aus heutiger Sicht als experimentell und damit wegweisend gilt. In der Schule werden einführend oft Auszüge gelesen aus dem Traum: Die Rede des toten Christus vom Weltgebäude herunter, dass kein Gott sei. Am Schluss das Erwachen: “Meine Seele weinte vor Freude, dass sie wieder Gott anbeten konnte – und die Freude und das Weinen und der Glaube an ihn waren das Gebet“. (1796).