Meinen Lebenstraum umreiße ich an dieser Stelle kurz, schlicht und sachlich:

Nach der Entscheidung, Lehrer zu werden und nach zahlreichen Reisen als Kind (7 – 15) mit unseren Eltern – meist per Zelt – ab 1956, stand für mich fest: Ich kenne Europa bereits ein wenig, aber es muss noch sehr viel mehr auf der „Welt“ zu entdecken sein!

Reisen, lernen und auch lesen haben meine Kindheit bestimmt. Folglich suchte ich zu Beginn des Studiums (1970, Geschichte/Politik/Englisch) Kontakt zu Menschen, die ein wenig in der Welt herumgekommen waren.

Besonders half mir ein Professor der Anglistik in Kiel weiter, der mich ermunterte, neben Englisch auch Deutsch zu studieren, denn im Ausland könne man nicht nur als Englischlehrer problemlos überall Arbeit finden, sondern auch als Deutschlehrer arbeiten. Auf diese Idee war ich allein nicht gekommen, und nach einigen Gesprächen war klar: Ich studiere ab sofort Deutsch und Englisch, um wenigstens eine Fremdsprache zu beherrschen und meinen Lebenstraum zu erfüllen: Nicht nur als Tourist zu reisen, sondern auch in fernen Ländern der Welt zu arbeiten / zu bleiben / zu verweilen.

Lehrer für Deutsch und Englisch an Gymnasien in Berlin Steglitz und Norddeutschland, sechs Jahre Lehrer in Namibia und sieben Jahre Mitarbeiter eines Goethe–Instituts (Sydney), das waren 13 Jahre Auslandserfahrungen und Stationen unseres Lebens, die ich nicht missen möchte.

Dieser Lebenstraum hat sich nicht nur für mich erfüllt, unsere gemeinsamen Pläne und Wünsche haben auch meine Frau und meine beiden Kinder für immer geprägt und bereichert. Unser Leben wäre ohne unseren Traum, unsere Entscheidungen damals, ganz anders verlaufen.